
Montag dann wieder früh aufstehen, da ich von 7-14Uhr arbeiten musste. Wie sich dann herausstellte, war meine Vorbereitung darauf völlig umsonst, denn es war ein absolut lockerer und angenehmer Tag, andem (bis auf drei/vier Mal 10 Minuten) nicht viel los war und so ist es wohl Montag meistens. Am Anfang habe ich mit Kevin (zur Überraschung mal ein Franzose) zusammengearbeitet der supernett war und zu meiner Freude durfte ich auch feststellen, dass Alberto (der Strenge) jetzt ein Kellner ist :-) Als Kevin dann allerdings seine Mittagspause nahm und ich alleine war, gab es eine dieser 10 Minuten, die extrem stressig waren, also bat ich um Hilfe und dann kam Cecilia, eine Schwedin, was ich ja schonmal interessante als Franzosen und Italiener fand, aber es wurde noch besser. Denn in meiner Pause, als ich mit meinem leckeren Sandwich am Tisch saß, kam ein Kellner zu mir und es stellte sich heraus, dass er (Brasilianer) bis vor kurzem 11 Monate in der Schönstedtstraße genau am Rathaus Neukölln gewohnt hat, sein Bruder da noch immer wohnt und er deshalb Deutsch sehr gut versteht und ein bisschen auch spricht! Aber selbst damit noch nicht genug, denn bei dem Gespräch wurde ich anscheinend belauscht und als ich dann nach der Pause zurück zur Bar ging, stand da eine andere Kellnerin und meinte "Wie gehts?", was ich allerdings erst beim dritten Mal verstanden habe, weil ihr österreichischer Akzent so stark war und ich ja überhaupt nicht mit was Deutschem gerechnet hatte :-) ("I hob goarnet gwusst dass Deutscher bis") Ein sehr netter erster Arbeitstag also...
Danach bin ich dann gleich zu Bunac um mir mein Steuerbefreiungsformular zu holen und mal zu fragen, was sie mir wohnungsmäßig empfehlen würden, aber das war keine große Hilfe, denn Kings Cross könne man ja von überall super erreichen, auch mit Nachtbussen, also kann ich ruhig überall gucken... naja... Auf dem Weg von Bunac hier zum Hostel habe ich mich dann mit Abicht verlaufen und bin immer weiter einfach irgendwie gelaufen, um mal wieder ein bisschen von der Stadt zu sehen, was sehr lohnenswert war. Hier angekommen habe ich dann erstmal ein längeres Telefonat geführt, um einen Termin zu bekommen, um eine richtige Nationale Versicherungsnummer zu beantragen - der Termin ist dann wohl am 22. Februar, kommt aber auch nochmal per Post. Zum Abendbrot gabs dann wieder Fish&Chips aus dem Ofen (morgen will ich mir mal wieder "richtige" holen) und danach habe ich dann mal etwas intensiver nach Wohnungen gesucht und sogar ein paar gute gefunden.
Das Problem ist wirklich, dass es einfach massig gibt, aber ich extrem viele aussortiere. Zuerst gucke ich nach den Bezirken (ich will etwas Nördliches, weil Kings Cross nordöstlich im Zentrum liegt), dann nach dem Preis, dann nach der Ausstattung und als letztes kontrolliere ich schonmal übers Internet wie ich zur Arbeit kommen würde (und das auch an Wochenenden und sehr früh bzw. sehr spät). Da fallen einfach 98% aller Angebot früher oder später raus. Trotzdem habe ich wie gesagt ein paar sehr gute gefunden und dann versucht anzurufen. Die meisten habe ich allerdings nicht erreicht und dann wieder Mails losgeschickt. Einen Termin habe ich aber heute gegen 19Uhr und eine Mail kam auch zurück, dass ich einfach auf die Mailbox sprechen soll und dann auch heute oder morgen was klappen sollte. Am Gespanntesten bin ich aber auf den dritten Termin, morgen um 18Uhr. Die Wohnung wäre extrem billig, weil schon in Zone 3, trotzdem mit einer super Busverbindung, Ausstattung hört sich perfekt an (Bilder stellen nur die Wenigsten mit rein) und es war einfach sehr nett beschrieben - von der Beschreibung her war das einfach nur perfekt.
Jetzt aber hole ich mir erstmal als Frühstück/Mittag von Subway einen Meatball-Sandwich (immerhin Sub des Tages) und suche dann danach wohl noch ein bisschen weiter, bevor dann wohl heute wirklich zumindest noch eine Besichtigung ansteht und morgen wieder ab um 7Uhr gearbeitet werden muss. Euch allen einen schönen Dienstag, joni
P.S.: Achja, wegen Post, also die Bunac Incomming Programmes-Adresse scheint wirklich ganz gut zu klappen. Habe mir mal etwas größeres als einen Brief dahinschicken lassen und es hat bestens geklappt.P.P.S.: Oh und natürlich vielen Dank für die vielen Glückwünsche zum Job und zur wunderbaren Belohnungsnahrungsmittelauswahl :-)
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