Donnerstag, 16. Dezember 2010

Stress...

Nachdem die letzten Tage in Berlin mit Interview und (zumindest versuchter) Essayvorbereitung ja schon nicht mehr soo gechillt waren, ging es hier dann in den letzten Tagen hart stressig weiter. Die Ereignisse deshalb im Schnelldurchlauf: Montag nach der Ankunft Topflappen aufgeklappt und Essay weiterbearbeitet. Dank Nachtschicht dann um ca. halb eins beendet und hochgeladen. Dienstag früh nach einer viel zu kurzen Nacht vor dem Kurs noch schnell ausgedruckt und abgegeben. Danach bisschen verschnaufen, Lesestoff für Mittwoch überblicken, letztes Training vor den Ferien und danach die nächste Nachtschicht um eben für den Mittwochkurs zu lesen. Den gut übermüdet trotzdem halbwegs ordentlich überstanden, dann eine gute Stunde Pause und danach das nächste Interview - beim Kursleiter, für den Studentenjob für den ich mich beworben hatte.
Interview konnte man das aber zum Glück nicht wirklich nennen: Ich war 10 Minuten drin, die ersten zwei waren "Bist du denn auch das ganze Jahr hier? Zeitlich regeln wir das dann recht flexibel, passt das? Ok, ich schreib dir dann nach den anderen Interviews nächsten Montag/Dienstag eine Mail, dass du den Job hast!" und danach haben wir dann noch unsere Weihnachtsplanungen abgeglichen! Lief also ganz gut möchte ich meinen :) Direkt im Anschluss gings dann mit der Dozentin und dem Italiener aus dem Osteuropakurs auf ihre Rechnung ins Mondos. Salat für die zwei, - ganz gehoben - Pizza für mich und zwei Stunden nette Plauderei. Nachmittags gings dann mit Adam zum wahrscheinlich (vor-)letzten Mal zu Tesco und habe ich mit Nilufar ihr zweites Essay nochmal quergelesen. Abends wollte ich dann eigentlich für den Statistiktest heute lernen, aber bin nicht wirklich dazugekommen. Kurz vorm Duschengehen trommelten dann Sören, ein anderer vom Basketballteam und der Trainer an mein Fenster: Einer vom Team hatte nämlich Geburtstag und sie zogen gerade von seiner Wohnung zu den Clubs aufm Campus. Ihre Überzeugungsversuche fingen auch fast schon an zu fruchten, als der Trainer dann überraschenderweise sofort abwinkte, als ich meinen Test erwähnte. "Ja egal, dass er erst um 13Uhr ist, da sollte man schon nüchtern sein. Das passt schon, bleib ruhig hier."
Nach also nur verkürzter Vorbereitung heute früh lief der dann doch überraschend gut. Nachmittags das letzte Zirkeltraining mit Sören und jetzt gabs nur noch eine Dusche und Abendbrot und ich komme hoffentlich mal etwas früher ins Bett. Morgen früh der Statistikkurs und danach ist für die letzten Tage außer ein bisschen mehr Erholung noch nichts geplant. Mal sehen, ob es dann in Berlin wieder ähnlich wie beim letzten Mal aussieht, wenn ich ankomme. Hier haben wir nämlich momentan 3-5Grad, während zuhause ja wohl die nächste Schneefront anrollt? Achja, und dann kam gestern auch noch (aus welchen Gründen auch immer) leicht verspätet folgende Überraschung an. Wurde direkt auch mal mit Adam und Sören verkostigt und für sehr gut befunden. Merci also und bis dannski!!


Sonntag, 5. Dezember 2010

Clacton und Colchester, London und Landunter

Nach zwei Wochen Schaffenspause hier mal wieder ein Lebenszeichen und der Versuch einer kurzen Zusammenfassung: Clacton vor zwei Wochen war schön, aber unspektakulär. Ein Pier mit kleinem Vergnügungspark, wie es hier recht normal ist, davor als Promenade ein paar Gärten, die im Sommer sicherlich ziemlich schön sind und davor dann zwei, drei parallele Shoppingstraßen. Dahinter dann nur noch Wohnhäuser. Schön mal gesehen zu haben und schön auch mal wieder am Meer gewesen zu sein, aber das war es dann wahrscheinlich auch. Die Woche danach lag ich dann recht grippig erstmal ein bisschen flach (Flu-like symptoms wie wir Basketballer sagen), musste glaube ich meine erste Uni-Veranstaltung in den drei Jahren krankheitsbedingt absagen und (viel schlimmer!) verpasste erstmals ein Basketballspiel hier. Einen Sieg gabs trotzdem und da es ein Pokalspiel war, sind wir in der nächsten Runde, die dann allerdings gut schwierig werden dürfte.
Letztes Wochenende wollte ich ja eigentlich mit dem Einlesen fürs nächste Essay anfangen, allerdings ist nur Bücherbeschaffen draus geworden. Dafür hatte in Adams Wohnung ein anderer Deutscher Geburtstag und Adam, Nilufar und ich haben ihn mit einer astreinen, selbst für mich zu süßen Hello-Kitty-Torte überrascht! :) Die Woche begann dann erstmal wieder leicht stressig mit viel Lesestoff und außerdem den ersten, leichten Trainingseinheiten nach überstandener Krankheit. Hinzu kam natürlich auch hier der Wintereinbruch und auch wenn es immer wesentlich wärmer als in Berlin war und der Schnee anfangs auch nur 1-2cm hoch, stand hier natürlich alles Kopf und kurz vorm Zusammenbrechen. Busse fuhren nicht mehr, gefühlte 85% aller Veranstaltungen wurden abgesagt und jeden Morgen musste im Internet gecheckt werden, ob der Campus überhaupt offen ist. Ich war der einzige hier in der Wohnung dessen Kurse alle stattfanden und ich glaube ich war auch der einzige, der aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskam. Alle anderen fanden das recht normal... Mittwoch dann jedenfalls ein Auswärtsspiel in London am Kings College. Unser Zug fuhr zum Glück und die UBahn in London hielt dem Schnee auch ausnahmsweise stand. Vor der Halle wurde dann ein Osteuropäer von uns erstmal vom Drogenspürhund angehalten und kam dann ungefähr 25 Minuten später nach einer ausführlichen Durchsuchung nach. Spiel superknapp mit 2 Punkten (und am Ende einer Chance zum Ausgleich) verloren, aber wir waren eigentlich wesentlich besser als man gedacht hätte und auch wenn wir von London nicht viel gesehen haben, war es schon irgendwie schön mal wieder da zu sein und auch mal wieder ein paar Stationen auf der Northern Line zu fahren, auf der ich ja damals immer zur Arbeit und nachhause gependelt bin. Auf dem Rückweg gabs dann natürlich wieder ordentlich Team-Spirit und Nathan erklärte uns nach umfangreicher Sun-Lektüre die Welt... :)
Donnerstag habe ich dann eine Bewerbung für einen studentischen Hilfskraftjob am Fachbereich zusammengestellt und abgeschickt, weil mich ein Dozent regelrecht drum gebeten hatte und abends/nachts kam Sören zu einer NBA-Nacht vorbei, nach der ich dann noch ca. zweieinhalb Stunden vor dem Statistikkurs schlafen konnte. Gestern bin ich dann nochmal mit Nilufar nach Colchester, wo sie sich bei H&M ein bisschen neu eindecken musste und ich mal eher vergeblich nach einer Mütze Ausschau gehalten habe und jetzt läuft hier gerade in der völlig überfüllten Küche ein Mädchen-Plätzchen-Back-Abend, den die Deutsche Mitbewohnerin angezettelt hat. Männliche Mitbewohner sollen am Ende wohl aber auch ein bisschen was abbekommen - vielleicht ja auch Teig? Ich will derweil endlich noch ein bisschen lesen. Morgen dann 2x Training, eine Vorlesung und der einstündige EU-Geschichte-Computer-Test, Dienstag die Osteuropa-Klasse und Training und Mittwoch dann wahrscheinlich nur eine Stunde des Seminars und dann ab zum Flughafen. Schönen zweiten Advent also noch, bis bald und zur Feier des Tages heute schöne Grüße, alles Gute und Happy Birthday an Jonas! :)




Samstag, 20. November 2010

Die Essex Blades gewinnen ein Spiel!

Ein mysteriöser, anonymer Kommentar zum letzten Eintrag trifft es eigentlich schon ganz gut: "Lesen, Sport und essen - ich möchte auch nochmal studieren!!" So sahen auch die letzten Tage wieder aus. Montag, Dienstag und Mittwoch (früh) wurde wieder gut viel gelesen und Dienstag auch das Essay in gedruckter Form abgegeben. In zwei Wochen sollen wir es schon zurückbekommen, da kann man also echt mal schwer gespannt sein. Mittwoch nach dem Kurs um 9 ging es dann (absolut professionell) schonmal kurz zum Einwerfen für eine Stunde mit Sören und Nathan in die Halle, danach zuhause nach einem kleinen Snack erstmal ins Bett und dann um ca. halb 5 los zum nächsten Spiel, diesmal gegen die University of Hertfordshire. Ich dachte vorher nach ausführlicher Tabellenanalyse schon, dass wir eine Chance haben könnten und wir gingen auch schnell 10-2 in Führung, dann hatten die einen kleinen Lauf und führten plötzlich mit 12-13, aber dann wurde das Spiel ruckzuck gedreht und klargemacht. 31-23 zur Halbzeit und dann 55-25 nach dem dritten Viertel! Im vierten hatten wir dann nur noch Spaß und es wurde teilweise angefangen zu zaubern, Endstand 79-35 und wirklich das mit Abstand beste Spiel bisher.
Donnerstag wurde dann wieder etwas ruhiger angegangen. Ich habe Nilufar ein bisschen mit ihrem ersten Essay geholfen und bin dann nachmittags wie gehabt zum Fitnesstraining und habe danach auch die Einführung ins Studio gemacht. Da sind mir fast die Augen ausgefallen: Laufbänder usw kommen hier mit Displays auf denen man Fernsehgucken, Radiohören oder seine eigenen Medien über USB/Ipod wiedergeben kann. Außerdem natürlich die Trainingsdaten aufn USB-Stick ziehen und Trainingspläne erstellen usw, schon krank und mal sehen, wann/ob ich dann da wirklich mal mit Sören&Co aktiv werde. Gestern früh dann der Statistikkurs, der langsam etwas interessanter wird und bei dem es auch schon schnell auf den ersten großen Test zu geht. Heute nun ist ein bisschen chillen angesagt und schonmal ganz vorsichtig die Lage für das Osteuropa-Essay auschecken und morgen will ich dann mit Nilufar nach Clacton, einer kleinen Stadt am Meer, eine knappe halbe Busstunde entfernt. Nächste Woche will ich dann noch etwas ruhiger angehen lassen, bevor am Wochenende wirklich ernsthaft mit dem nächsten Essay angefangen werden muss, welches ja dann auch wesentlich höhere Ansprüche hat als das letzte. Schönes Wochenende also und bis dannski!

Montag, 15. November 2010

Das harte Studentenleben

Nach einer längeren (Blog-)Schaffenspause jetzt also endlich mal wieder was von mir. Zum Feuerwerk sind Adam und ich nach dem letzten Eintrag natürlich nicht mehr aufgebrochen und wie wahrscheinlich zu erwarten war, wurde das letzte Wochenende dann auch wesentlich stressfreier und gechillter als es mit Blick auf das Essay und den anstrengenden Wochenanfang hätte werden sollen. Montag-Mittwoch wurde nämlich (neben Basketballtraining und -gucken) wieder fast nur für die anspruchsvollen Kurse durchgelesen und Donnerstag musste sich dann logischerweise erstmal (beim Fitnesstraining) erholt werden. Freitag nach dem Methodenkurs und einem kurzen Wurftraining mit Sören in einem gemieteten Teil der Sporthalle ging auch nicht mehr viel und so wurde erst Samstag am späten Abend die Einleitung fürs Essay geschrieben. Gestern habe ich dann wirklich den kompletten Tag (vom Weckerstellen auf halb 10 bis kurz nach 2 heute früh) damit verbracht! Essens- und kürzere oder längere Quatschpausen natürlich ausgenommen. Hochgeladen werden musste das Essay bis heute früh um 8.45 und morgen werd ichs dann ausdrucken und abgeben. Zufrieden bin ich natürlich keinesfalls, aber immerhin ist es jetzt geschafft und weil es ja für einen Kurs für Studienanfänger ist, mache ich mir auch zumindest noch minimale Hoffnungen, dass die Note vielleicht doch nicht soo mies wird. Mal schaun...
Restliche Highlights: Letztes Wochenende wollte ich eigentlich mit Adam parallel zum Knüller Liverpool-Chelsea lecker Sunday Roast essen gehen (Details dazu werden nachgereicht, wenn es dann mal dazukommt), aber weil die SU Bar schon gut überfüllt war, flüchteten wir zum Happy Days Diner wo ich trotzdem einen ganz guten Breakfast Burger abgreifen konnte. Mittwoch stand das nächste Ligaheimspiel gegen eine Londoner Mannschaft an, die sich verspätete. Also spielten wir erstmal gegen uns selbst, entschieden nach einer Stunde auf technischen Sieg für uns (20:0) und als das Team dann 20Minuten später doch noch kam, aber kein Freundschaftsspiel machen wollte, spielten wir die restliche halbe Stunde gegen unser erstes Team! Freitag wurde mit Adam und seiner Freundin erstmals das ziemlich gute Essen in der SU Bar ausprobiert und weil es so gut gefiel Samstag nach einem weiteren Freundschaftsspiel gegen die Chinesen (um 9Uhr früh! da kamen natürlich nur Sören, ich und der Trainer und wir mussten noch zwei völlig ahnungs- und talentlose Passanten für unser Team rekrutieren und verloren dann am Ende knapp!) dem Bücherabholen von der Bibliothek gleich nochmal und heute mussten dann nach Training+Vorlesung natürlich mit Sören die mehr oder weniger gelungenen Essays dort auch nochmal mit Burgern und Billard gekrönt werden!
Jetzt heißt es also nach dem gleich folgenden ersten Tesco-Einkauf seit einer ganzen Weile erstmal wieder den anstrengenden Wochenanfang mit viel Lesestoff überstehen und dann spätestens Donnerstag den fehlenden Schlaf vom Wochenende ein bisschen nachholen. Donnerstag will ich außerdem endlich mal die Fitnessstudio-Einführung machen, damit ich mit Sören vielleicht ab und an auch mal da noch ein, zwei Sessions einlegen kann. Sportstudium eben!


Freitag, 5. November 2010

Ein Monat und eine anstrengende Woche

Wie der Titel schon sagt war die zuendegehende Woche echt ziemlich anstrengend. Durch die Verschiebung des Osteuropakurses liegen jetzt alle drei Kurse für die ich etwas lesen muss auf Montag bis Mittwoch und die zwei, für die ich massig lesen muss sind eben Dienstag und Mittwoch, sodass ich nach dem Schreiben des letzten Eintrages bis Mittwoch nahezu durchgelesen habe (neben Training, NBA gucken und was sonst noch so überlebensnotwendig ist, versteht sich). Clevere Menschen würden wahrscheinlich schon am Wochenende mit dem Lesen anfangen, aber den Dreh habe ich ganz offensichtlich noch nicht wirklich raus. Nach dem Meinungsforschungskurs am Mittwoch war ich dann auch erstmal richtig fertig, es folgte dennoch eine lange NBA-Nacht und gestern wurde dann ordentlich ausgeschlafen und nach dem Aufstehen bin ich zu um 2 in die Bibliothek wo ich bei einem Experiment einer Doktorandin mitgemacht habe. Die studiert Linguistik und untersucht wie Deutsche und Araber Englisch lernen/können und hatte dafür einen Ankreuz-Grammatik-Test entworfen. Knapp 40Minuten lang ein paar Kreuze gemacht und dafür 10Pfund eingestrichen, nicht schlecht, Herr Specht! Gleiches gilt fürs Fitnesstraining am Abend: Sören und ich waren uns einig, dass es aus unklaren Gründen das anstrengendste bisher war und heute vespüre ich auch erstmals ein leichtes Ziehen in den Schultern... es wird also Zeit, dass das Wochenende kommt.
Heute ist Guy Fawkes Night. Das heißt hier großes Feuerwerk in Erinnerung an das gescheiterte Attentat von Katholiken auf den protestantischen König 1605. Ich bin mit Adam noch am Überlegen, ob wir vielleicht nach Colchester reinfahren. Da er aber auch ziemlich geschafft ist und noch viel für seinen alten HiWi-Job in Konstanz zu tun hat, siehts momentan eher nicht so aus.
Das Wochenende wird dann auch nicht zu relaxed, da jetzt so langsam schon die erste Essays anstehen (15.11. und 10.12. um genau zu sein) und ich zumindest für das erste wahrscheinlich eigentlich schonmal mit dem Lesen hätte anfangen sollen. Immerhin habe ich am Donnerstag aber schon ein paar Bücher rangeholt. Ansonsten ist ja mittlerweile der erste komplette Monat rum und würde ich so ein bisschen zusammenfassend sagen, dass ich mich schon ziemlich gut eingelebt habe und gerade jetzt wo sich die ersten Routinen und vielleicht mal eine Art Rhyhmus entwickelt, kommen also die ersten Essays. Aber ich will mich mal nicht beschweren: Basketballtraining ohne Ende, nachts NBA, nette Leute in und außerhalb der WG, interessante Kurse, ...viel mehr kann man ja eigentlich nicht verlangen.


Montag, 1. November 2010

Halloween und das Chinesen-Team

Fitnesstraining am Donnerstag musste natürlich trotz großer Erschöpfung sein. Sören und ich waren allerdings die einzigen zwei Basketballer diesmal. Danach wieder zuhause angekommen, gabs aber schon die nächste gute Nachricht im Postfach: Neben den zwei "normalen" Teams, die also immer am Mittwoch in den Uni-Ligen spielen, wird aus beiden Teams auch noch immer eins zusammengewürfelt, das am Wochenende in einer normalen, nicht-Uni-Liga spielt und für Sonntag standen Sören und ich mit im Team und es sollte nach Leiston, in die vermeintlich kleinste Stadt Englands gehen. Erstmal aber noch schnell ein bisschen Osteuropalektüre überfliegen, Freitag den Statistikkurs (diesmal einfache Wahrscheinlichkeitsrechnung, Münz- und Würfelwurf) locker meistern und bei der anschließenden quasi Privataudienz auch wieder ganz gut aussehen und ein paar nette Anekdoten hören.
Abends wurde dann mal wieder eine kleine NBA-Session eingelegt (Adam kommt auch mal ab und an für die ersten Minuten vorbei) und Samstag dann wie gehabt laange geschlafen, ein bisschen Lektüre für die nächste Woche rangeholt und ansonsten nur entspannt, während an der Uni aber natürlich fleißig die Halloween-Feierlichkeiten liefen. Greg aus dem Zimmer gegenüber ging sehr einfallsreich als der Tod, allerdings waren leider alle Sicheln schon ausverkauft!! Im Laufe des Tages kam auch eine Mail, dass die Anfahrt nach Leiston nicht geklärt werden konnte und wir deshalb ein Heimspiel haben würden, aber wie es sich für einen professionellen Sportler gehört, habe ich selbstverständlich trotzdem nicht Halloween gefeiert, sondern mich vorbildlich per NBA-Videostudium auf das Spiel vorbereitet. Das war dann im Endeffekt auch nicht gegen Leiston, sondern gegen das chinesische Team unserer Uni! Da gibt es tatsächlich ein eigenes und die haben auch eine eigene chinesische Uni-Liga! Was es nicht alles gibt... Jedenfalls war eigentlich klar, dass wir (obwohl stark dezimiert und teilweise noch mit ordentlicher Fahne antretend) locker überlegen sein sollten, trotzdem ging das erste Viertel mit 9-21 verloren. Nach dem dritten stand es dann aber schon wie erwartet 66-36 für uns. Nettes, lockeres Spielchen also, hat gut Spaß gemacht. Abends dann noch mal ausnahmsweise eine Pizza, ein Film und ab ins Bett. Heute früh fiel das Training dann mal aus, die langweilige EU-Geschichtevorlesung gabs trotzdem und weil der Osteuropakurs ab dieser Woche auf Dienstag vorgezogen wird, habe ich jetzt zu morgen auch nochmal eine Menge zu lesen.
Highlights des Wochenendes: Eine Postkarte aus Mexiko, nach dem Spiel gestern rechtzeitig zu Halloween mysteriöse Nebelschwaden links und rechts vom Rückweg zu den Quays (wahrscheinlich weil die Felder da relativ feucht/moorartig zu sein scheinen) und dann noch ein Knüller direkt nach dem Spiel. Der Trainer bittet mich einen Tisch hoch auf so eine Art Empore zu tragen, ich komme zur relativ schmalen Tür, will den Tisch durchdrücken und schaffe es auch gerade als es Krackk macht und ich mit einer Tischkante den Feueralarmmelder eingedrückt hatte! Zwei Sekunden denke ich noch "Oh nein..." und dann PIIIIEEEEPPPP und alle bestimmt rund 30 Leute aus Sporthalle und Fitnessstudio mussten raus ins Kalte und fast 15-20 Minuten warten, bis alles wieder in Ordnung war. Glücklicherweise hatte anscheinend niemand wirklich mitbekommen, dass sie es mir zu verdanken hatten, bei den bösen und angenervten Blicken weiß ich nicht, was sonst passiert wäre :)

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Canterbury und Nicht-London

Die EU-Vorlesung am Montag war wie gehabt unspektakulär am Dienstag in der dazugehörigen Klasse konnte ich dann aber bei der Frage "Was ist Politik" mal ein bisschen gegenüber den ganzen Studienanfängern auftrumpfen, indem ich ein, zwei einfache Definitionen runtergeleiert habe. Reaktion war ungefähr: Wow, das klingt ziemlich gut und sinnvoll! Hast du dir das gerade selber ausgedacht? - Na klar... :) Abends dann das große Training wieder aufgeteilt in erstes und zweites Team und die abschließende Ansage: Morgen um 11 Uhr Abfahrt zum Auswärtsspiel in Canterbury, auf die viele gleich mit "ich kann nicht, hab Uni" reagierten, sodass es erstmal unklar war, ob wir überhaupt genug sein würden.
Ich also nach dem Training nachhause, Abendbrot essen, noch vier lange Artikel für den Mittwochs-Kurs überfliegen und dann natürlich auch bis kurz nach 3 das erste NBA-Spiel der Saison gucken. Kurz nach halb 8 aufgestanden und im Kurs trotzdem ein ziemlich gutes Bild abgegeben (diese Woche war ein Gastdozent da und der hatte relativ schnell raus, dass ich fast der einzige von uns 6 zu sein schien, der die Texte zumindest mal angeguckt hatte!), etwas früher gegangen und dann am Bus erstmal aufgeatmet, da wir genug Leute waren! Also erstes und zweites Team los in Richtung Canterbury, wo wir beide Spiele an zwei verschiedenen Unis hatten. Beide Spiele gingen knapp verloren, aber zumindest unseres war schon wesentlich besser als letzte Woche und ich hab auch nochmal länger gespielt und war eigentlich sehr zufrieden. Von Canterbury und der beeindruckenden Kathedrale haben wir leider nicht allzuviel gesehen, nur aus dem Bus und dem Taxi heraus und eben die zwei Unis. Viel wichtiger schien auch zu sein, dass auf der Rückfahrt von der Osteuropafraktion dann ziemlich schnell eine Vodka-Flasche ausgepackt wurde ("unser Team-Spirit!"). 11Uhr waren wir losgefahren, kurz nach 21Uhr wieder zurück an der Sporthalle. Eigentlich war dann noch fette Party (zuerst in Sörens WG, dann in einem Club aufm Campus) angesagt, aber ich entschied mich lieber für einen umfangreichen Tesco-Trip mit Adam, Fish&Chips zum Abendbrot und nochmal ein bisschen NBA. Heute nun also so gut wie möglich erholen und für den Osteuropakurs morgen vorbereiten und dann mal sehen, ob ich mich zum Fitnesstraining aufraffen kann.
Sonstige Highlights der letzten Tage: Erstmals ganz alleine (wow!) Nudeln gemacht, ein paar Äpfel gegessen, gerade mal das Bettzeug gewaschen und ordentlich Post bekommen! Eine Karte aus Spanien, eine aus Günne, ein kleines LachGummi-Paket aus Berlin und meine Amazon-Bücherlieferung. Im Paket aus Berlin waren auch Tickets für ein Konzert in London morgen drin, aber das wurde gerade eben vor 20Minuten auf Januar verschoben, weil der Sänger vom Arzt Auftrittsverbot bekommen hat. Über ein bisschen Ruhe würde ich mich nach dem wenigen Schlaf der letzten Tage und der langen Aktion gestern aber auch nicht beschweren wollen...




Sonntag, 24. Oktober 2010

Wivenhoe

Zirkeltraining war nach zwei Mal Training und dem Spiel in den Tagen davor dieses Mal nochmal wesentlich anstrengender, weil die Beine eben schon von Anfang an schwer waren, trotzdem natürlich ein absolutes Muss, wenn man eh schon leicht erkältet ist, wie von zuhause schon vollkommen richtig angemerkt wurde!
Freitag früh stand dann ja erst wieder der Statistikkurs an, bei dem es diesmal noch immer recht simpel um Standardabweichung und Varianz ging und nach einer kurzen Frühstücks/Mittag- und Lesepause fand der Osteuropakurs dann wie gehabt wieder zu zweit statt und so wird es wirklich auch bleiben. Diesmal merkte man dann aber schon gleich, dass es etwas härter werden dürfte, als die anderen Kurse, denn nach zwei, drei einleitenden Sätzen kam gleich mal "Jonathan, erklären sie doch mal, wie war das denn mit...", aber gerade deshalb eben hochinteressant und spannend - und wann wird man schon nochmal einen Kurs zu zweit haben? Abends gabs dann hier in der Wohnung eine kleine Party mit ca. 20+ Leute in der hoffnungsvoll überfüllten Küche. Ich bin ein bisschen Ruhe suchend wie gewohnt nach oben zu Adam ausgewichen und als wir gegen Mitternacht runterkamen, um nochmal die Lage zu checken, war neben Maria und Nilufar die schon aufräumten nur noch ein Junge aus dem Kosovo dar, der dann bis ca. 3 noch eine leicht merkwürdige Diskussion nach der anderen begann und uns beispielsweise über die Gastarbeiter in Deutschland und Merkels Multi-Kulti-Äußerungen aufklärte. Bisschen anstrengender Zeitgenosse also...
Samstag wurde dann auch glatt nur gechillt. Bibliotheks- und Tescobesuch, Pizza und am Abend kam noch eine Deutsche vorbei, die Adam und ich bei einer Willkommensveranstaltung kennengelernt hatten und zusammen mit Adams amerikanischem Mitbewohner Tom wurde wieder (diesmal allerdings wesentlich interessanter und sympathischer) bis kurz nach 3 gequatscht. Heute hieß es dann trotzdem früh aufstehen, da ich mit Nilufar nach Wivenhoe fahren wollte. Der Bus um halb 11 wurde allerdings knapp verpasst und so sind wir hinzu gelaufen und zurück dann gefahren. Während Colchester also eine richtige Stadt und bis auf die Shoppingzone eher unschön ist, ist Wivenhoe mehr ein richiges Dorf mit zwei Hauptstraßen und wesentlich schickeren Häuschen, indem schon die etwas gehobenere Gesellschaft und wohl auch viele Profs usw leben. Viel zu sehen gibts also nicht (Highlight aber die plötzlich einsetzende Flut, die mal eben auch Häuser und Autos leicht unter Wasser setzt), dafür aber leckere Fish&Chips und mal was anderes als nur Studenten. Wieder hier angekommen wurde noch das erste Mal erfolgreich eine weiße Wäscheladung gestartet und dann mit Adam Nudelabendbrot genossen.
Morgen dann also wieder Training in der kleinen Gruppe und die eher langweilige EU-Vorlesung und sicherlich auch schonmal ein bisschen für den Rest der Woche vorlesen, denn das Lesevolumen nimmt momentan eher noch zu. Schönen Abend also noch und tschüssing!



Donnerstag, 21. Oktober 2010

Imperial College Lonodon

Für die EU-Klasse wurde dann am Montag natürlich nichts mehr gelesen, das wurde in gewohnter Manier Dienstag vor dem Seminar erledigt. Doch während Durchschummeln mit wenig lesen und ein bisschen Allgemeinwissen bei dieser Einführungsveranstaltung noch gehen mag, sieht es bei den anderen Kursen wirklich komplett anders aus und so wurde danach für die Public Opinion und Außenpolitik Veranstaltung ordentlich reingehaun. Auf dem Foto sieht das wahrscheinlich noch sehr gechillt aus, aber so eine richtig angenehme Position habe ich noch nicht gefunden. Vor allem für das viele Zeug, was ich nur am PC lesen werde, muss ich mir wirklich noch irgendwas überlegen... Das Training am Dienstag erfolgte dann wirklich zum ersten Mal klar nach erstem und zweitem Team unterteilt und wir haben fast nur Systeme eingeübt. Danach dann noch bis Mitternacht weiterlesen und Mittwoch früh vor dem Kurs (der ja schon unglaublich früh um 9 beginnt!!) auch noch kurz was überflogen und dementsprechend lief es dann auch ganz gut und interessant. Wieder waren übrigens nur 5 von 7 Leuten anwesend, mal sehen wie sich das noch entwickelt.
Danach habe ich dann endlich mein ganzes Erasmus-Zeug fertig gemacht, stempeln und unterschreiben lassen, gescannt und zur FU geschickt und bin jetzt mal gespannt, wann ich da mein erstes Geld sehe. Dann hier noch kurz ein bisschen Happahappa eingeworfen und anschließend mit Adam und einer anderen Deutschen aufm Campus mal einen Kaffee/Kakao getrunken. Cooler Deal hier: Ein großes Getränk kostet so 1.10-1.30, aber es gibt auch solche Thermostassen zum mitnehmen und die kosten nur 3.00 und ein Getränk ist schon inklusive. Krasses Andenkenpotenzial also für eventuelle Besucher glaube ich :) Von da bin ich dann direkt zur Sporthalle wo ich erst noch ein bisschen ein Volleyballspiel angeguckt habe, bevor dann unser WarmUp losging. Gegner war also das erste Team des Imperial College aus London und man sah schon beim Aufwärmen, dass die wohl besser sein würden als wir. Ich dachte vorher, wenn ich gute 10 Minuten spiele, bin ich zufrieden und im Endeffekt wurden es dann über 20. Zwar keine Punke von mir und das Spiel am Ende deutlich mit 20 Punkten oder so verloren, aber ich war eigentlich trotzdem ganz zufrieden und hatte meinen Spaß. Viele Sachen im Team haben mir zwar auch noch nicht so gepasst, aber ich hoffe mal, dass wir da noch so einiges verbessern in den nächsten Wochen. Deshalb ist auch gleichmal angefragt worden, ob wir nicht noch ein zusätzliches Training als zweites Team machen wollen, was kein Problem wäre, weil wir alle diese Gold-Mitgliedschaft haben. Danach gabs dann nur noch ein lecker Nudelessen mit Adam bis um halb 1 und heute steht dann wieder erstmal viel lesen für den Mini-Osteuropakurs morgen an, bevor es um 5 wieder zum Zirkeltraining geht.

Montag, 18. Oktober 2010

Lecker Gesundes!

Ausgeschlafen wurde dann in der Tat erstmal und zwar nicht nur Samstag, sondern auch Sonntag und ansonsten lief auch nicht vielmehr am Wochenende. Von dieser überstressigen ersten Uni-Woche musste man sich ja auch einfach erstmal erholen! Adam tat dies, indem er Artikel nach Artikel über neue statistische Ansätze las, ich, indem ich mich basketballtechnisch endlich mal wieder auf den neusten Stand brachte und Spieler- und Teameinschätzung nach Spieler- und Teameinschätzung las. :) Tesco stand Samstag natürlich trotzdem an und neben zwei neuen superbilligen Handtüchern für je 2Pfund, sprang für mich außerdem eine Tasse bei raus, die ich am Tag davor beim Teekauf vergessen hatte. Nach dem Einkauf war es ca. 18.30 oder so und wollte ich eigentlich nur kurz alles verstauen und dann hoch zu Adam, aber wurde in der Küche direkt in ein Gespräch verwickelt und saß dann den ganzen Abend mit Nilufar und Maria (Brasilien) da. Als Highlight kam dann der Chinese (Ju aber bitte Jo nennen) aus Sichuan für eine gute Stunde vorbei und Maria hat ihm echt knallhart eine fiese Frage nach der anderen gestellt: "Magst du deine Regierung?" - "Benutzt deine Regierung Gewalt?" - "Ihr habt aber keine Demokratie, oder?" und Nilufar steuerte noch ein paar Fragen zur Internetzensur bei. Hätte ich mich nie getraut so offen zu fragen, aber war gerade deshalb natürlich extrem interessant! Es gibt natürlich keine Internetzensur und keine Gewalt. Die Regierung ist schon ok und es gibt keine Wahlen aber das ist auch gut, weil dann die Parteien nicht ständig ihre Meinung ändern und alle machen, was sie sagen - effizient eben, aber in ein paar Jahren müsste China das vielleicht mal ändern. Jedenfalls saßen wir im Endeffekt bis um 1 da, da eben auch Maria und Nilufar superviele interessante Sachen zu erzählen haben.
Sonntag dann nach dem Ausschlafen und ein bisschen Schreibtischaufräumen endlich die erste Wäsche. Scheint soweit alles ganz gut geklappt zu haben und jetzt riechts auch sehr schön im Zimmer :) Abends dann wieder eine nette Gesprächsrunde, diesmal mit den Briten Greg und James statt Jo und nur bis kurz nach 22Uhr, aber trotzdem wieder sehr interessant. Heute dann wieder früh raus zum Basketballtraining. Es waren zwar wieder nur 8 oder 9 Leute am Start, aber glücklicherweise haben wir es etwas ruhiger angehen lassen als letzte Woche und auch mehr taktische Sachen gemacht. Morgen das Training dürfte dann wirklich interessant werden, da da dann eigentlich die Mannschaftseinteilung usw für Mittwoch erfolgen müsste, mal sehen... Vorhin gings dann jedenfalls im Anschluss zur wieder recht unspektakulären EU-Vorlesung, für deren Klasse ich allerdings zu morgen noch ordentlich was lesen muss. Auch die erste Bücherbestellung wird dann wohl fällig, aber momentan drücke ich mich also offensichtlich hiermit noch etwas davor :) Achja, und außerdem flatterte gerade die Nachricht rein, dass der Osteuropakurs im Zweifelsfall auch in der bisherigen Mini-Besetzung stattfinden wird, also mal schaun, was die nächsten Tage so bringen.
Unten mal neben dem zweiten Wäschetrocknerbild zwei Fotos vom Ende der gestrigen Gesprächsrunde in der Küche. Dabei wurde beschlossen, dass im Sinne meiner Mutter ab jetzt von allen stärker auf meine Ernährung geachtet werden soll. Maria übernahm dabei besondere Verantwortung und zwang mich dann auch sofort zumindest ein Stück Karotte zu essen. Da war ja klar, dass ich gleich die Kamera für Beweisfotos holen musste, oder? :)




Freitag, 15. Oktober 2010

Zirkeltraining

Also ein bisschen enttäuschend ist es ja schon, dass zu diesem Hammer-Wäscheständer keine Kommentare kamen, aber so hoffe ich eben, dass es vielleicht am Wochenende welche gibt, falls noch ein Bild "in Aktion" dazukommt. Gestern war jedenfalls dann gar nicht mal soo entspannt: Tagsüber eben nochmal nach Colchester endlich die neue Bankkarte abholen und ein Handy klarmachen (Nummer folgt bei Interesse) und am Nachmittag dann eben das Zirkeltraining, welches es wirklich in sich hatte! Gedacht ist das anscheinend nicht nur für die Basketballer, sondern für so ziemlich alle, die irgendwie in einem Team aktiv sind. Ich denke mal wir waren so 70 Leute und davon waren knapp 10 vom Basketball. 20 Stationen gab es jedenfalls an denen dann ordentlich Liegestütze, SitUps, Hampelmänner, Seilspringen usw angesagt war. In der ersten Runde hieß es 40 Sekunden Übung, 20 Sekunden zur nächsten Station gehen. Nach ungefähr 15 Minuten und einer halben Runde habe ich zum ersten Mal völlig kaputt auf die Uhr geschielt ;) Aber es gab dann sogar noch zwei weitere Runden mit je 20 Sekunden Übung und nur noch 10 Sekunden Pause. In der letzten Runde habe ich nicht mal mehr wirklich SitUps hinbekommen... JungeJunge! Und das jetzt jede Woche! Danach habe ich nur noch ein bisschen mit Sören (dem anderen Deutschen beim Basketball) gequatscht und hier dann mal in meiner WG mit Adam und den anderen gegessen und anschließend auch noch gut lange gequatscht.
Heute früh stand dann der Statistikkurs an und der ging auch erstmal ganz soft los. Papier und Bleistift-Statistik heißt das Motto bis ca. Weihnachten. Meine SPSS-Skills reichen für danach wohl locker aus und da es auch nicht wirklich jede Woche was zum Lesen gibt, sondern mal vielmehr nochmal kurz wiederholen soll, könnte das echt mein Liebligskurs werden :) Außerdem ist einer aus dem ersten Basketballteam auch am Start. Nach dem Kurs gings dann erstmal wieder kurz nachhause zum Essen, bei dem mich die Iranerin (Nilufar) für ein ziemlich langes und interessantes Gespräch abgefangen hat und danach dann zum letzten Kurs Osteuropa nach dem Kommunismus. Der begann erstmal mit einem Schocker: Der Kurs besteht nur aus der Dozentin, Adriano aus Rom und mir! Ganz sicher ist er also erstmal nicht, das wird sich wohl erst nächste Woche klären, aber so würde er natürlich einerseits wohl ziemlich arbeitsintensiv andererseits ja aber auch extrem ewas bringend werden, also mal sehen wie es weitergeht. Heute jedenfalls erstmal kurzer geschichtlicher Abriss als Einführung. Gerade eben wieder mal mit Adam von Tesco rein und demnächst gibts dann wohl wieder zusammen Abendbrot und vielleicht mal noch einen Film. Fürs Wochenende ist noch nicht viel geplant, vielleicht ein Pubbesuch. Aber da ich heute Nacht extrem schlecht geschlafen hab, muss ich da auch erstmal noch was nachholen. Nächste Woche dann also wird es wirklich richtig ernst und ein bisschen Lektüre dürfte dafür am Wochenende auch noch rangeholt und gelesen werden. Vielleicht will ich auch mit Sören mal eine Runde eine Hälfte der Halle mieten (können wir beide mit der gestern gekauften Super-Gold-Karte) um ein bisschen Basketball zu zocken, wir werden sehen... Schönes Wochenende jedenfalls und bis dennis!!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Cross Wing Airer

So jetzt endlich mal wieder ein paar Zeilen von mir. In den letzten Tagen ging es nun ja schließlich endlich wirklich ansatzweise los hier. Montag früh das Basketballtraining war extrem hart, aber genau deshalb auch extrem toll. Ich würde ja mal bezweifeln, dass ich jemals in meinem Leben schon um 9Uhr gespielt, geschweige denn trainiert habe und dann kam noch erschwerend hinzu, dass wir auch passenderweise nur 9Leute + Trainer waren! 70Minuten nur Drills, dann 10Minuten Verteidigungstaktik und am Ende mit Trainer 10Minuten spielen. Wir waren wohl zu ungefähr 50/50 aus Leuten aus dem 1. und 2. Team zusammengesetzt und weil sich alle richtig krass den Arsch aufgerissen haben um sich schön zu zeigen, war es suuperanstrengend! Genau im Anschluss dann nach einer kurzen Katzenwäsche direkt rüber zur ersten Vorlesung: Einführung in die EU. Die macht ein anderer Deutscher (Sören) mit mir mit, der auch im Basketballteam ist und der übrigens wie für diese Vorlesung vorgesehen wirklich im ersten Semester ist. Nur supergrobe Einführung also und ich musste/konnte schon leicht schmunzeln, als alle wild zu schreiben anfingen, sobald die ersten Zahlen auf einer Folie auftauchten (in welchem Jahrtausend v.Chr. in Europa mit Landwirtschaft begonnen wurde - wichtig!!) :) Danach kam ich zufällig in der SU Bar vorbei, in der an diesem Tag der Original-Pokal der PremierLeague zum Fotomachen aufgestellt war. Anfassen natürlich strengstens verboten und mit 2 Security-Leuten beschützt, aber trotzdem sehr nice und angeblich rund 25Kilo schwer! Neben einem weiteren Tesco-Besuch stand dann aber nur noch Ruhe an.
Dienstag dementsprechend ein bisschen ausschlafen und nachdem ich mich nach dem Aufstehen eigentlich mit leicht schwankenden Beinen am liebsten gleich wieder hingelegt hätte, ging es dann zum ersten Mal "echt" in die Bibliothek um zumindest noch ein paar Seiten für das EU-Tutorium zu überfliegen. Das besteht nur aus 13Leuten und dürfte wie die Vorlesung schon eher zu den leichteren Sachen hier gehören. Das erste von drei Essays steht allerdings schon in ca. einem Monat an! Also Beinehochlegen ist auch da nicht wirklich. Kurz mit Adam rüber zum Baumarkt, einen Wäschetrocknerständer holen, danach Mittag/Abendbrot essen und ein paar Skaterfilme gucken und dann eigentlich noch völlig kaputt und mit schweren Beinen los zum nächsten Training. Diesmal waren wir dann auch wirklich rund 30Mann und deshalb alles natürlich nicht ganz so anstrengend. Das Niveau war dann (vor allem im zweiten Team) auch nicht mehr so übermächtig und ich bin echt mal gespannt, wie sich das die nächsten Tage/Wochen entwickelt. Nächsten Mittwoch ist ja wohl schon wirklich das erste Spiel!
Nach einer kurzen Nacht stand dann heute um 9 die Meinungsumfragen und (amerikanischen) Außenpolitik-Veranstaltung an und da sollen wir eigentlich 7 Leute sein, waren heute aber nur 5. Auch da erstmal nur eine nette, knappe Einführung, aber das wird dann schon sehr hart und schwierig, aber eben auch hoffentlich extrem interessant werden. Einziger Lichtblick: Ab der vierten Woche oder so wollen wir die Sitzungen dann vielleicht in ein Café in Wivenhoe verlegen :) Im Anschluss habe ich mit Adam seine Erasmus-Unterlagen klargemacht (meine will ich nächste Woche klären) und dabei mal drucken, scannen, kopieren usw. hier ausgecheckt. Ich bin dann nach Colchester gefahren um meine neue EC-Karte abzuholen, aber weil die plötzlich auch meinen Pass sehen wollten, muss ich das jetzt morgen nochmal wiederholen. Dafür gabs dann hier gerade noch erst nette Gespräche mit den Leuten aus meiner Wohnung und danach wieder Abendbrot und Tag besprechen/Abchillen mit Adam. Vor allem die Iranerin hier ist echt supernett und sich mit ihr zu unterhalten eben super interessant und sie sagt auch immer extra, wir sollen sie ruhig alles fragen was uns interessiert.
Tja, so langsam kommt also hoffentlich etwas Routine auf. Nachmittags/Abends habe ich jetzt halt fast immer mit Adam gechillt, weil ja tagsüber jeder sein Zeug zu tun hat. Montag kam von Gabi die zweite Karte (merci!), Wäscheständer und Waschmittel sind da und am Wochenende dürfte mal die erste Ladung getestet werden, Ernährungsplan normalisiert sich auch langsam und heute wurden die ersten zwei Nutellagläser im Sonderangebot (1 für 1,90; 2 für 2,50) gekauft, Bücherbestellungen müssen geplant bzw. Sachen aus dem Internet organisiert werden und morgen steht dann der erste freie Donnerstag mit Zirkeltraining am Nachmittag an, bevor Freitag die zwei restliche Kurse zum ersten Mal stattfinden. Bis die Tage also...



Sonntag, 10. Oktober 2010

Woche 1

Auf dem Weg zur Freshers Fair sind Adam und mir dann echt so ziemlich alle anderen Deutschen entgegengekommen, die wir so kennen, sodass als wir dann endlich ankamen, gerade schon alles abgeräumt und zusammengefaltet wurde und nicht mehr viel zu machen war. Ich hab noch mitbekommen, dass am nächsten Tag die Basketballtryouts sind und dann haben wir noch lecker im Schlussverkauf 12 Hammer-Donuts für knapp 5Pfund mitgenommen :) Im Anschluss zu Tesco, wo Adam zumindest ein paar Bier fürs Reinfeiern kaufen wollte und dann haben wir auch schon die anderen paar getroffen, erst wieder ewig gequatscht und sind dann kurz vor Mitternacht nochmal hoch zur Uni-Bar, wo diesmal allerdings relativ wenig los war. Ein paar tolle Fotos (siehe unten) kann man dann aber eben doch immer schießen und nach ein, zwei Drinks und noch einem Besuch bei dem einen Kollegen in einem Tower sind wir auch bald wieder zurück zu uns. Weil jetzt schon soviele geschrieben haben, dass es hier ja soo schrecklich zu sein scheint: So schlimm ist es also schon nicht. Das war jetzt eben wohl die Freshers Woche, gestern war schon kaum noch was los und ab morgen werden die meisten Leute dann schon mehr oder weniger konzentriert studieren. Aber diese erste Woche ist dafür eben wohl extra hart, wir haben auch schon ein, zwei Leute gesehen, deren Eltern offensichtlich die ganze Woche noch wachschutzmäßig mit hier waren :)
Nachdem Adam also sein Ständchen bekommen hatte, gings dann erstmal ins Bett und heute auch erst gegen Mittag wieder aus diesem heraus. Geburtstag-English-Breakfast gabs dann mit ordentlich Ei, Bacon, Toast und für die anderen Bohnen in einem Café genau hier bei uns in den Quays. Das zog sich dann bis in den Nachmittag, bis ich eben los zum Basketball musste. Da kam ich ganz schön aufgeregt an und wir waren wohl so ca. 60-70 Leute. Es ging auch gleich los mit einer guten Stunde lang verschiedenen Technikübungen und Drills an unterschiedlichen Stationen in 10er-Gruppen. Danach wurden dann alle in der Mitte versammelt und ein paar Nummern verlesen (die wir vorher bekommen hatten). Meine 29 auch und schwuppdiwupp waren wir nur noch ungefähr 20 Leute. Nochmal ein superintensives 10Minuten-Spiel und danach dann auch gleich die erste, kurze Teambesprechung. Wir wären mit den alten Spielern jetzt 28 Mann für zwei Teams, 30 waren eigentlich angedacht, aber das passt schon. Erstes Training morgen früh 9.00-10.30, dann Dienstag 20.30-22.00 und Donnerstag nachmittag Fitnesstraining wenn ich das richtig mitbekommen habe. Die ersten Spiele schon nächste Woche Mittwoch, also nur noch vier Mal Training vorher. Wir sollten uns also schnellstmöglich kennenlernen.
Hier zuhause gabs dann zur zweiten Feier des Tages nur noch eine Abendbrotpizza mit Adam und seinen Mitbewohnern und jetzt muss ich auch schon ab in die Federn, um morgen wenigstens halbwegs mithalten zu können, denn ich denke schon, dass ich eher zu den schlechteren der 30 gehören werde, aber mal sehen, hauptsache geschafft! :) Vom Training gehts dann auch gleich weiter zur ersten Vorlesung um 11 und dann ist erstmal Ruhe angesagt denke ich. Gute Nacht also und alle zusammenkommen... Essex auf 3... 1, 2, 3... ESSEX!!! :)



Samstag, 9. Oktober 2010

Parteeyy

Die Bibliothekstour war gestern dann ganz nützlich und halbwegs informativ. Besonderes Highlight dabei: der Paternosteraufzug, der durchgänig durchläuft und in den man dann rein- bzw. rausspringen muss. Oben oder unten rum eine Runde drehen, ist natürlich eigentlich verboten, aber muss dann wohl irgendwann mal ausprobiert werden :) Danach gings mit einer international bunt gemischten Gruppe also rein nach Colchester, die ersten Fish&Chips holen, ein paar Läden angucken und einen ersten Sightseeing-Überblick (hauptsächlich wohl das kleine Schloss) verschaffen. Für ein paar Ausflüge und um mal hier von der Uni wegzukommen, ists wahrscheinlich ganz nett, ewiglange Unterhaltung vermag es wohl aber eher nicht zu bieten ;)
Halb 3 stand dann im Politics-Department die große Willkommensparty für alle an und da wurde ordentlich was geboten: Wasser und Kekse wie schon beim ersten Empfang, aber dazu diesmal auch verschiedenste Weine und drei oder vier riesige Tafeln mit ordentlich fettigem Zeug drauf, unten sieht man eine. Irgendjemand meinte dann auch zu uns, dass eigentlich alle Bescheid wissen, dass man an dem Tag nichts anderes ist und am Ende wurden auch ordentlich Tüten, Kartons und quasi Tupperdosen verteilt und Erstsemester, Doktoranden und auch die Profs deckten sich noch reichlich mit Zeug für zuhause ein... verrückt!
Adam und ich hatten dann dabei noch eine andere Deutsche kennengelernt, die im Nachbardorf Wivenhoe wohnt und haben der dann mal noch unsere Unterkünfte und Tesco gezeigt, bevor sie zu einer Freundin ist und wir abends dann erstmals den Party-Campus ausgecheckt haben und darüber könnte man wohl ein Buch für sich schreiben. Wir waren so kurz nach 10 da und überall wandelten schon halbe Leichen durch die Gegend, die Hauptplätze waren völlig überfüllt und unglaublich laut, alle am Saufen, Grölen, Schwachsinnerzählen, usw. Das Kranke dabei ist halt, dass das vor allem die richtig jungen Leute sind, von denen echt nicht wenige wie 14 oder so aussehen. Und die schmeißen sich dann englandtypisch natürlich halbnackt einfach allen Leuten an den Hals... muss man wohl mal erlebt haben. Wir sind dann noch eine Weile in die Students-Union-Bar und haben mal wohl DAS momentane Modegetränk hier ausprobiert: Snakebite, 50% Cider und dann ca. 30% Johannisbeersirup und 20% Bier, ziemlich süß aber zumindest für mich durch das Bier vor allem richtig eklig, aber hier stehen echt alle drauf! Die Bar machte dann schon um halb 12 zu und weiter gings entweder mit Tickets in einem der Clubs aufm Campus oder man zieht durch die Gegend und checkt alle Towers mal aus, ob da irgendwo noch was geht. Das haben wir mal in immer wechselnden Gruppen gemacht und ganz praktisch war dabei, dass uns schon bald jemand eine Art Geheimcode verraten hat, der einen in alle Tower reinlässt (die haben nämlich unten so eine PIN-Eingabe), aber trotzdem lief nichts wirklich mehr und sind wir dann nach ein bisschen Rumlaufen, Quatschen, Leuteverarschen und Kopfschütteln zu um zwei oder so wieder zurück in unsere ruhigen Quays und haben da in Adams Küche noch den Abend ausgewertet.
Jetzt wollen wir mal gleich zur Freshers Fair (wo es wohl nochmal bedeutend voller wird als gestern), ein paar Informationen zu den Sportvereinen usw einholen und dann mal wieder zu Tesco, weil für Adams Geburtstag morgen mal ein fettes britisches Frühstück eingeplant ist :) Heute Abend ist dann eigentlich erst die richtig fette Neulingsfete, aber ob wir uns das nochmal geben können, ist gerade eher unklar glaube ich...



Freitag, 8. Oktober 2010

The Bull

Es wurde dann letztendlich doch nur eine rein deutsche Gang, aber der Abend dennoch ziemlich nett. Wird sind mit dem Bus rein nach Colchester und erstmal ins nächstbeste Pub, das nicht zu heruntergekommen aussah, weil ein, zwei Leute gut Hunger hatten. Bei näherer Betrachtung erwies sich das Pub dann als nicht nur nicht zu heruntergekommen, sondern sogar eher ziemlich edel. Wir waren dann wohl auch die einzigen Studenten. Die Preise waren dementsprechend, aber da das Essen wirklich super war, konnte man es verkraften. Danach ging es dann noch ein paar Ecken weiter ins The Bull, wo gerade Open-Mic-Nacht war und ein ca. 60-Jähriger mit ständig wechselnder Instrumentierung zwischen Jazz, Pop, Folk und Rock wechselnd Cover und anscheinend eigene Kreationen zum besten gab - sehr unterhaltsam :) Zurück gings dann kurz vor Mitternacht mit dem Taxi, weil der letzte Bus wohl schon durch war, aber zu fünft gingen die 8 Pfund dafür auch gut klar.
Die Kursbesprechung heute früh lief dann leider nicht ganz so opimal wie vielleicht erhofft/erträumt. Wenn ich wirklich ein, zwei Kurse ein bisschen abkürzen will, muss ich das dann wohl nochmal mit den entsprechenden Dozenten abklären, ob sie ein Auge zudrücken können oder nicht. Kurswahl blieb also erstmal bei Statistikkurs (muss ich wegen SPSS auch noch kurz den Dozenten treffen), EU-Einführung, Osteuropa nach 1990 und Umfragenforschung und Außenpolitik. Der zweite Teil des Englischtest war dann auch wieder eher locker. Wahrscheinlich knapp 100Fragen, alle Multiple Choice und man hatte eine Stunde Zeit, 20 Minuten habe ich gebraucht, Adam und Moritz ca. 30 und 35. Es waren zwar schon ein paar knifflige Sachen und bestimmt auch Fehler dabei, aber was soll man da groß nachdenken, wenns eh um nichts wirklich geht. Hinterher sind wir dann zur Belohnung zum Campus-Italiener mit annehmbaren Preisen und sehr, sehr leckeren Pizzen! Dann im Zimmer ein bisschen chillen und nochmal mit den beiden los zu Tesco, wo ich heute z.B. Ohrtupfer mitgenommen habe :)
Morgen früh will ich mit Adam zur Finanzabteilung, vielleicht die Miete und generell unser Konto hier klären, danach machen wir dann zusammen eine Bibliothekstour und dann wollen wir in der Gruppe zusammen nochmal nach Colchester laufen. Am Samstag steht dann Freshers Fair an, wo sich alle Clubs usw vorstellen und wohl einfach fett Party ist und Sonntag hat Adam Geburtstag und finden wohl die verschiedensten Sport-Ausprobiermöglichkeiten und -Tryouts statt, also höchstwahrscheinlich auch die Basketball-Auswahl.
Neben einem schönen NBA-Vorbereitungsspiel gerade eben das klare Highlight heute: eine Postkarte aus dem Ruhrgebiet! "In der Hoffnung, dass ich der 1. bin..." :)

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Test um Test

Langsam wird es interessanter hier... gestern zum WG-Treff kamen natürlich nicht alle, aber immerhin schonmal 5: die zwei Briten James und Greg, Antje aus Deutschland und Nilufar aus Iran, außerdem guckte eine Südamerikanerin noch kurz rein und gibt es wohl noch einen Chinesen und eine Brasilianerin. Alles sehr nett soweit :)
Heute früh dann schon kurz vor 9 zum Englischtest, der easy-piiisy war. Wird wohl nur zur Unterscheidung "kann etwas" oder "kann gar nichts" zu gebrauchen sein, trotzdem gibts morgen noch einen zweiten Teil mit Grammatik und Vokabeltest am PC. Heute früh danach aber erstmal wieder kurz nachhause, dann zum ersten Mal lecker Cornflakes gefrühstückt (dürfte jetzt wohl das Standardfrühstück werden), ein bisschen gechillt und los zur Registrierung endlich den Studentenausweis abholen. Von da bin ich dann mit Adam und Moritz zu Willkommens-Kaffee&Kuchen im Politik-Department, wo allerdings nur ca. 20 Leute waren, trotzdem auch ganz nett. Dann nochmal kurz hierher und etwas später los mit Adam zum Doktor, ebenfalls registrieren und das war ein ganz gutes Happening! Ewig lange Schlangen zwischen allen einzelnen Etappen und was wurde überhaupt nur gemacht? Formular ausfüllen, Formular abschreiben und überprüfen lassen, fast genau das gleiche Formular nochmal ausfüllen, beide überprüfen lassen, wiegen und messen lassen, Blutdruck nehmen lassen und dann alle Fragen auf dem Formular nochmal mehr oder weniger mündlich beantworten. Aber weil ein paar anscheinend ganz gute Alkoholiker mit uns am Start waren, sah man zwischendurch ganz unterhaltsame Formulare und Zahlen. Ihr könnt ja unten zum Test mal den Alkohol-Einstiegstest ausfüllen. Wer da mindestens ne 5 scored, bekommt dann den Fortgeschrittenentest :) Bei uns aber alles tiptop, außer dass die Meningitis-Impfung fehlt. Die hätten wir uns gleich draußen im Zelt geben lassen können, aber das haben wir erstmal gelassen...
Jetzt zieht hier die deutsche Gang plus ein, zwei andere gleich nochmal los das erste Mal gemeinsam die Stadt auschecken, soll aber nicht zu lange gehen. Morgen dann das vielleicht bisher wichtigste Treffen zur genauen Besprechung der Kurswahl und danach eben Englischtest Part 2. Der Campus wird immer vertrauter, aber nicht unbedingt schöner und die Seminarräume... von denen muss ich dann wohl auch mal ein paar Bilder machen, schon alles ziemlich speziell.

Dienstag, 5. Oktober 2010

3

Das WG-Treffen stand doch nicht gestern an, sondern findet erst jetzt gleich statt. Völlig gejetlagged muss ich da also was durcheinander gebracht haben. Ein bisschen Ruhe aber war deshalb gestern nochmal ganz gerne gesehen, bevor es heute vormittag zur Einführungsveranstaltung für ausländische Studenten ging. Allerdings war auch die nicht sonderlich ergiebig: man bekam zwar wieder zwei fette Ordner und massig Heftchen, Blätter und Infos, aber auch hier wiederum größtenteils Wiederholungen. Danach sind wir als deutsche Gang mal geschlossen zu so einem Asia-Imbiss mitten auf dem Campus und der war auch ganz akzeptabel. Im Anschluss bin ich mit einem anderen zu einer Veranstaltung für Politik-Studenten, die sich zwar auch mehr an Erstsemester richtete, aber dabei lernten wir immerhin schonmal einen Dozenten kennen, der erstens supernett war und zweitens gleich zu einer kurzen Art Sprechstunde einlud. Da konnten wir dann schonmal unsere detaillierten Probleme besprechen, ich also z.B. dass ich vielleicht ein, zwei Kurse gerne kürzer machen will, um dann am Ende mehr Zeit für die Bachelor-Arbeit zu haben. Er meinte jedenfalls er kümmert sich mal drum und man hatte erstmal ein ganz gutes Gefühl.
Danach mal ganz außergewöhnlich wieder zu Tesco u.a. mal einen Regenschirm holen, denn Regen gabs hier bisher jeden Tag! Nun also gleich wirklich das WG-Treffen und morgen ein ganz gut voller Tag: Englischtest, Registrierung und Studentenausweis abholen, Kaffee&Kuchen im Politikinstitut, vielleicht ein Ausflug der Ausländer ins Nachbardorf und dann Vorstellung und Registrierung beim Doktor. Der Campus ist so rießig und unübersichtlich, dass er sich kaum fotografieren lässt, aber unten mal Bilder von meiner Unterkunft mit Brücke und Towers im Hintergrund (erstes Bild, erster Eingang), der Bilbiothek (schon heftig hässlich, wenn man vor kurzem noch bei der neuen von der HU war) und eins mit bisschen Ausblick auf den Campus. Tschüssing...



Montag, 4. Oktober 2010

Tag 2

Einschlafen dauerte gestern zwar dann noch etwas, aber die erste Nacht im neuen Bett war eigentlich doch ganz ok. Als erster Termin stand dann heute früh eine Informationsveranstaltung zum Englischtest (den alle nicht-Muttersprachler machen sollten) an, die schonmal direkt mit 45 Minuten Verspätung losging, weil sie schlicht vergessen worden war. Dabei habe ich dann trotzdem schonmal mit ein paar anderen Deutschen Kontakt aufgenommen, zwei von denen studieren sogar auch Politik (einer allerdings schon Master, der andere irgendwo zwischen Bachelor und Master) und so sind wir dann auch zusammen danach kurz ein bisschen über den bisher noch recht unübersichtlichen Campus spaziert und im Anschluss zur Einführungsveranstaltung für alle neuen Studenten. Audimax also, bis oben hin gefüllt mit im Durchschnitt wahrscheinlich 18-Jährigen. Alles nicht wirklich informativ, da nur nochmal nacherzählt wurde, was schon in den gefühlten 1000 Info-Hefte steht, mit denen man hier überhäuft wird (ich habe z.B. momentan ungelogen mindestens 5 verschiedene Lagepläne von der Uni!).
Danach mussten die anderen dann zu Tesco, weil sie gestern zu spät kamen um sich noch mit Bettzeug usw einzudecken und ich bin ein Stück mitgegangen und dann aber auf den bestimmt gut 3km langen Marsch in die Stadt abgebogen, um da die Sache mit meiner EC-Karte zu klären (nächste Woche kann ich mir eine neue abholen). Das Zentrum von Colchester ist dabei schon ganz nett, der Weg dahin eher nicht so. Recht komische Atmosphäre, ein schmieriger Autoladen bzw. (Hand-)Waschanlage neben dem anderen. Irgendjemand meinte heute, es sei wohl mehr so "wie in Berlin Neukölln ist". Na mal sehen, was da die nächsten Tage und Wochen noch an Eindrücken bringen. Auf dem Rückweg habe ich jedenfalls erstmal noch ein bisschen Geschirr, Besteck, Gläser und Hausschuhe eingekauft. Schon komisch, ich wollte z.B. morgen früh mal Cornflakes frühstücken, aber mit Milch&Cornflakes einkaufen ist es dann eben nicht getan :) Selbst einen Blumenkauf habe ich als längerfristiges Projekt schonmal ins Auge gefasst!
Jetzt steht hier erstmal gleich ein Kennenlern-Treff mit allen Mitbewohnern (8 an der Zahl) in der Küche an. Morgen früh gehts dann erstmal wieder mit den Deutschen los zur Einführung für Erasmus-Studenten und nachmittags gibts noch eine Begrüßung der neuen Politik-Studenten. Ich hoffe mal, dass die nächsten Tage interessanter werden als heute, denn momentan wünsche ich mir eigentlich eher, dass die richtige Kurse bald losgehen, das ganze Einführungszeug hat man sich ja größtenteils schon angelesen, aber mal sehen... Unten jedenfalls nochmal eine Impression vom Bezug der Towers gestern. Im Rücken muss man sich einen riesigen überfüllten Parkplatz vorstellen, auf dem die nächsten Autos darauf warteten, vorfahren zu dürfen. Und vor den ganzen Eingängen dann die Eltern, die schnell noch eine Kippe durchziehen, bevor oben weiter die Ikea-Sachen zusammengeschraubt werden, wie heute jemand meinte :D

Sonntag, 3. Oktober 2010

Tag 1

Nach ein paar dank kaputtem Laptop unnötig aufregenden letzten Tagen ging es heute früh nun also los und am Flughafen war die Aufregung noch lange nicht vorbei. 3+2 Kilo Übergepäck, gut versteckter Laptop, perfekt verstecker Wecker und auch noch Schuhcreme im Handgepäck und dann im Flieger das Handgepäck kaum verstaut bekommen. Flug war dann trotzdem ganz angenehm und kaum gelandet wurde ich erstmal von einem Polizisten zur Seite gewunken und ins Kreuzverhör genommen: Woher kommen Sie? Sind Sie da geboren? Wie lange bleiben Sie hier? Warum sind Sie hier? Was studieren Sie? Wo? Ok, vielen Dank. Danach wurden genau am Ausgang dann schon die ersten Leute der Students Union gesehen, die den völlig planlosen helfen wollten, den richtige Bus zu finden. Dort war ich zum Glück früh genug und konnte mir einen guten Warteplatz vor der Bushaltestelle zu schnappen -in guter alter englischer Manier wurden nämlich bestimmt gut 15 Leute stehen gelassen, weil der Bus irgendwann "voll" war (gut jeder zweite Platz und der gesamt Kofferraum waren belegt).
Beim Einsteigen war es noch leichter Nieselregen, beim Aussteigen vor der Uni dann richiger Regen, sodass man auch wusste, dass man richtig ist. Mit Nettigkeiten ging es aber weiter: ein paar andere und ich, die hier in den Quays wohnen, wurden umgehend mit einem kleinen Van abgeholt. Schlüssel holen, kurz ins Zimmer gucken und dann los zu Tesco und mit Bettzeug und co eindecken - und das war ein Erlebnis: Uni-Supermarkt! Hier kommen heute halt gerade ALLE Studenten an und 97,9% davon mit Eltern, mit beiden versteht sich, viele sogar mit Großeltern und alle rennen dann zu diesem Tesco um sich einzudecken. Überall stehen auch riesige Schilder "Neue Essex-Studenten Herzlich Willkommen!" und der ganze Supermarkt war einfach nur darauf ausgerichtet und sowas von überfüllt. Unglaublich, muss man gesehen haben! Kann ich nicht beschreiben und zum Fotomachen war da zuviel Action, vor allem als dann die Schließung in 30 Minuten angesagt wurde... Ich glaube eigentlich, dass ich ziemlich geduldig bin, aber das war schon hart grenzwertig heute.
Nach dem Einkauf dann noch schnell auf den letzten Drücker zu den Infoständen an der Uni. Internetpasswort klargemacht und aktiviert und gefragt, wo ich meine Bank finde, da bei Tesco irgendwas mit meiner Karte nicht klarging. Auf dem Rückweg zur Wohnung dann ein bisschen mit einer Australierin (welch Zufall!) gesprochen und hier dann auch die ersten zwei Mitbewohner getroffen. Beide Briten aus der Gegend, beide mit Eltern, einer 21 und Mathe-Doktorand (!!!) der andere 23 und im Masterprogramm für Sprachirgendwas. Beide sehr nett, aber für mich stand erstmal auspacken, einräumen, einrichten und jetzt bloggen auf dem Plan. Alles gut also soweit und unten die ersten Impressionen. Morgen dann mehr zur Uni. Heute dazu nur zwei Impressionen:
Man kann bestimmt wirklich da leben ohne einmal rauszukommen (mehrere Restaurants und kleine Supermärkte) und momentan sind da viel mehr Eltern als Studenten, richtig komische Sache und auch schwer vorzustellen. Am nähesten kommt wohl die Vorstellung von tausenden gleichzeitigen Umzügen auf super kleinem Raum, völlig überfüllt einfach.





Adios!




Jona in Essex

Test zur Neuauflage.