Montag, 21. Februar 2011

Mein Leben im Jet-Set

Puh, zwei ziemlich ereignisreiche Wochen sind seit dem letzten Eintrag vergangen und das kurze Zusammenfassen dürfte schwer fallen. Am Anfang und am Ende stand jedenfalls eine jeweils viel zu kurze Nacht: Sonntag vor zwei Wochen stand der SuperBowl an, die erste Halbzeit hat Adam hier noch mit mir geguckt, die zweite (und die Halbzeitshow) habe ich eiskalt alleine durchgezogen und bei dem Spiel hat es sich auch definitiv gelohnt... auch wenn es dann eben nur ca. 3Stunden vor dem Training und Vorlesung gab. Der Rest der Woche war relativ unspektakulär, da wir spielfrei hatten und alle Konzentration dem kommenden Pokalspiel galt.
Dieses habe ich ja aber verpasst (und so ging es natürlich direkt deutlichst verloren!), da es am vergangenen Dienstag ja auf einen Kurztrip nach NRW ging. Spät am Donnerstag zurückkommend, fuhr ich direkt nach London rein um Johann und Nicole zu treffen und nach einer kurzen Nacht im überaus luxuriösen Generator Hostel (das Harrods unter den Schlafmöglichkeiten in London!) stand am Freitag ein feiner Shoppingmarathon an - zum Glück hatte ich den ersten Part davon am Tag davor bereits verpasst ;) Abends dann zurück nach Colchester und Samstag dann wunderbar im krassen Regen nach Clacton ans Meer. Bei allseits bester Laune haben wir da ein bisschen gechillt und in den verschiedensten Spielhallen gezockt, bevor aufm Rückweg noch ein Abstecher in die SU Bar gemacht wurde.
Sonntag hat Nicole dann nach einem Abstecher nach Colchester noch schnell ein paar Chipstütchen gekauft (oder es zumindest versucht) und dann wurden die zwei auch schon wieder zum Bus gebracht und für mich hieß es erstmal wieder Aufräumen und Staubsaugen, bevor es dann abends eben mit Sören zu Nathan und noch einem anderen Kollegen vom Basketballteam ging um das NBA AllStar-Spiel zu sehen. Gegen halb 3 wurde noch fein Döner/Burger vom Lieferservice bestellt und seitdem habe ich mit leichten Bauchproblemen zu käpmfen. Schluss war jedenfalls kurz nach halb 5, ich habe bei Sören im Gästebett die wieder mal nur ca. 3Stunden geschlafen und dann sind wir zusammen zum Training. Danach wie gehabt Vorlesung und Treffen wegen des Studentenjobs hier und jetzt bereite ich mich gerade gemütlich mit Abendbrot und einer Karte aus Villigst auf die erste Nacht seit einer Woche in meinem Bett vor, die ich momentan ziemlich dringend nötig habe.
Konzertkarten wurden mittlerweile wie angekündigt noch ein paar weitere gekauft, der nächste Besuch ist angesagt, für den Studentenjob muss wie gesagt jetzt nach einem Monat dann doch langsam leicht ernsthaft gearbeitet werden, Mittwoch steht das nächste Auswärtsspiel in London an (nachdem wohl dieses mal ein wirklich ernsthafter Versuch unternommen werden soll, mich hier in den Absturz-Club mitzuschleifen) und ab Mittwoch/Donnerstag MUSS ich jetzt außerdem wirklich mit dem ersten von den drei bald abzugebenen Essays anfangen. Mein Leben im Jet-Set eben, keine Pausen hier, aber ich will mich mal nicht beschweren...






Sonntag, 6. Februar 2011

Imperial College

Großartig geplant wurde am letzten Wochenende dann natürlich nichts mehr. Ausruhen hat (neben viel US-Sports gucken) schon eher geklappt und war nach den stressigen Tagen davor auch schwer nötig, da der Wochenanfang dann wieder wie gewohnt anstrengend wurde. Viel zu lesen, viel zu trainieren (auch wieder ein Extratraining) und wenig Zeit zum Schlafen :)
In gewisser Weise gabs Dienstag aber immerhin eine Belohnung. Ich war nachmittags mit Sören, Adam und Paula beim allgemeinem Seminar des Government-Departments und saß dabei neben Tom, für den ich letzte Woche das Essay geschrieben hatte. Und während der Präsentation schrieb der dann mal auf sein Blatt "I really liked your essay" und schob es zu mir rüber! Am Mittwoch stand dann nach dem kleinen Kurs mit Tom am Morgen ein erstes Einführungstreffen für den neuen Job an. Zusammen mit zwei anderen Studenten arbeite ich da für zwei Dozenten: für einen, den ich bisher nur vom Namen kenne (und den wir morgen treffen) und eben für Tom, der den Mittwochskurs gibt und Max und mich darum gebeten hatte, uns zu bewerben. Eine kurze Einführung also, kleiner Überblick übers Projekt und ein paar Aufgaben (oder eher Bitten) für uns. Tom scheint das alles eher locker zu sehen, wir wissen jetzt halt ein paar Dinge, die ihn interessieren und sollen uns nach Möglichkeit in der nächsten Zeit mal danach umsehen und ein bisschen schlau machen.
Spannender wurde es danach: das nächste Auswärtsspiel stand an. Ohne Trainer. 5 Litauer, 1 Russe, Sören und ich. Auf also nach London und zum schwer eindrucksvollen Imperial College, direkt am Hyde Park. Hinterher habe ich dann hier in der WG halt mitbekommen, dass das nach Oxford und Cambridge wohl mit DIE Prestige-/Bonzi-/Krassen-Uni schlechthin ist, aber das war eigentlich auch kaum zu übersehen und einen krasseren Kontrast zu Essex könnte man sich wohl kaum vorstellen. Von allem Prunk aber völlig unbeindruckt, legten wir los wie die Feuerwehr und hatten das Spiel (gegen das beste Team unserer Liga, im Hinspiel haben wir mit 20 verloren) relativ easy-peasy im Griff und führten durchgängig mit 12-18Punkten. Am Anfang des vierten Viertels auch noch mit 12, aber dann ging es bergab, die Litauer übernahmen zu fünft, bekamen nichts mehr gebacken und wir verloren mit 2!! Ziemlich, ziemlich bitter und da musste für die Rückfahrt natürlich erstmal eine 24er-Kiste Fosters rangeholt werden. Zitat beim zweiten Photo übrigens: "Whats so funny? We are reading...!"
Nunja, Donnerstag und Freitag die Woche dann mit Zirkeltraining und Statistikkurs etwas ruhiger ausklingen lassen, gestern (am Samstag!!) nochmal Tom getroffen um den letzten bisschen Papierkram zu erledigen und ansonsten bin ich jetzt wirklich mal etwas am Besuch-/Essay-/BA-Planen und die Bücher für zumindest das erste, nächste Essay liegen auch schon neben mir. Als Aufmunterung vor den sicherlich etwas anstrengenden nächsten Wochen wurden aber immerhin schonmal Tickets für zwei (1, 2) tolle Konzerte in den nächsten Monaten gekauft und da der Job ja nun sicher ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass da noch das eine oder andere dazukommt :)